Harry Brown (2009)
103 minuten

Harry Brown
Harry Brown
Thriller
Kinostart: 12.09.2009 (Weltpremiere)
Regie: Daniel Barber
Darsteller: Michael Caine, Emily Mortimer, Iain Glen, Jack O'Connell, Liam Cunningham
Drehort: Großbritannien

Inhaltsangabe - Harry Brown

Für film Harry Brown liegt noch keine Filmhandlung vor.

Rezensionen - Harry Brown

  • Filmstarts
    Anders als seine Altersgenossen Sean Connery oder Gene Hackman verschwendet der britische Edelmime Sir Michael Caine noch keinen Gedanken an den Ruhestand. Unter der Regie von Christopher Nolan ist er in den Nullerjahren bereits vier Mal als mahnender Mentor entfesselter Heroen aufgetreten („Batman Begins", „The Prestige", „The Dark Knight", „Inception"). Doch jetzt heisst es: zurück zu den eigenen mörderischen Wurzeln! In den Siebzigern wurde Caine vor allem durch seine kaltblütigen Rollen in den Thrillerklassikern „Get Carter" und „Ipcress - Streng geheim" bekannt. Ganz im Sinne von Clint Eastwoods „Gran Torino" ist Daniel Barbers Langfilmdebüt „Harry Brown" so zum Spiel mit der Filmographie seines Hauptdarstellers, gleichzeitig aber auch eine Antithese zum kathartischen Eastwood-Spätwerk geworden. Wenn Caine als alternder, einsamer und fremdelnder Kriegsveteran zum Aufstand gegen seine kriminelle Umwelt bläst, hat pädagogische Besinnlichkeit keinen Raum mehr - stattdessen fliegen die Fetzen. Als sensibel inszeniertes und atmosphärisch dichtes Charakterportrait ist Barbers Vigilanten-Drama - nicht zuletzt dank Caines zwingender Darstellung - ein grandioser Erfolg. Die Problematisierung der Selbstjustiz Harry Browns im Kontext sozialer Brennpunkte fällt hingegen - Charles Bronson lässt grüßen! – bedenklich reaktionär aus. [mehr..]
    6 / 10
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  • Mann Beisst Film
    Der ehemalige Soldat Harry Brown (Michael Caine) findet sich gerade erst in seinem Leben als Witwer zurecht, als er einen weiteren Schicksalsschlag erdulden muss: Sein bester Freund wird Opfer einer brutalen Attacke einer Gruppe Jugendlicher, die die gesamte Nachbarschaft schon längere Zeiten schikaniert. Als die Justiz und die Polizei versagt, entscheidet sich Harry, nach vielen Jahren nochmal zu töten.
    Eins steht außer Frage: Ein Selbstjustizfilm kommt kaum drum herum, das Bild einer vermoderten Gesellschaft zu zeichnen, denn unter normalen Umständen dürften Männer wie Harry Brown oder vor ihm Paul Kersey in Ein Mann sieht rot nicht gezwungen sein zur Waffe zu greifen. Rechtschaffene Menschen, die aus ihrem zivilisierten Alltag gerissen werden und sich aufgrund der Ohnmacht der Justiz und der schieren Unmenschlichkeit der Schurken gezwungen sehen, zur Waffe zu greifen und das Recht in die eigene Hand zu nehmen. Harry Brown tut dies widerwillig, doch mit entschiedener Konsequenz - kein Wunder, gibt sich der Film doch alle Mühe, die Jugendlichen Missetäter als die personifizierte Verrohung der Gesellschaft auftreten zu lassen. Diesen Rowdys ist nur noch mit Gewalt beizukommen - in seiner unverblümt reaktionären Attitüde macht "Harry Brown" durchaus einen anachronistischen Eindruck und führt zurück in eine Zeit, in der ein Charles Bronson noch ausgereicht hat, um eine ganze Metropole von ihrem Schmutz zu bereinigen.
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    5 / 10
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